Abschiedsrituale: Kleine Gesten zum Abschied

Ein kleines Ritual kann am Grab eine tröstende Geste sein.

Manchmal hat eine solche Geste mit Blumen zu tun, die eine Bedeutung für Sie oder den Verstorbenen haben. Manchmal ergibt sich ein Ritual auch direkt aus der Arbeit an einem anderen Werkstück. Ich unterstütze Sie bei der Ideenfindung und Planung und kümmere mich um die floristische Umsetzung.


Jedes Ritual ist individuell, doch alle sind mehr oder weniger Variationen des einen Themas: Eine Form von Abschiednehmen, an der sich jeder beteiligen kann.

 

Diese Herbstgirlande habe ich für eine Familie gebunden. Die Angehörigen haben sie von der Aussegnungshalle zum Grab getragen und um die Graböffnung gelegt. Jeder Gast hat bei der Beisetzung eine Aster genommen und sie in die Girlande gesteckt oder, wie Sonnenstrahlen, darum herum gelegt.

 

 

Diese roten Zapfen hängen an Zweigen über einer gespannten Schnur. Es wirkt ein wenig, als seien die Zweige vom Wind dorthin geweht worden. Die Zapfen sind an Gräsern befestigt, deren Halme ich ganz einfach zwischen die Zapfenschuppen geklemmt habe. In einem Bestattungswald könnte sich jeder Gast einen Zapfen als Andenken mitnehmen. Es können aber auch andere Gegenstände, letzte Gaben, Briefe, dazugehängt werden.

 

 

Dies ist eine kompakt gebundene Girlande aus Blüten, Früchten und Blättern. Alle Werkstoffe hatten persönliche Bedeutung. Die Girlande fand zunächst als Schmuck bei einer Urnentrauerfeier Verwendung. Bei der Beisetzung, einige Tage später, schmückte sie das Grab. Die Blütenblätter zum Nachwerfen stammen von den gleichen Pflanzen.

 

 

Hier sehen Sie ein Ritual, das ich für eine Ausstellung aufgebaut habe. Ich habe es den ‚Lebensweg‘ genannt. Jeder Trauergast nimmt sich eine Blume aus der großen Vase, geht an der Girlande aus Ranken entlang und gibt der Blume einen Platz in einem Glasröhrchen entlang des Lebenswegs. Mit einer schönen Erinnerung oder einem lieben Gedanken an die verstorbenen Person verabschiedet er sich.

 

 

Dies sind zwei filigrane Überurnen, die ich aus Draht gewoben habe. Darin eingelassen sind Glasphiolen. Bei der Trauerfeier kann man die Phiolen mit Blüten füllen.

 

 

Die einfachste Form eines Blumenrituals. Fundstücke aus dem Garten, dem Wald, oder vom Baum vor dem Haus, werden eines nach dem anderen abgelegt. Sie bilden zum Beispiel Reihen, Spiralen oder Kreise. Hier liegen sie lose in einer Kerbe, die sich in der Rinde einer gefällten Fichte gebildet hat.


Selbstgemacht

Aus dem Garten

Abschiedsritual

Klassische Trauerfloristik


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